Google veröffentlicht Chrome 10

Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seinen Browser Chrome nach einer dreiwöchigen Beta-Phase in der finalen Version 10 veröffenlicht.

Chrome basiert auf dem Open-Source-Browser Chromium, welcher genauso wie der Safari-Browser auf Apples schneller Rendering-Engine Webkit aufbaut. Webkit wiederum beruht auf KHTML, ebenfalls eine Rendering-Engine, die – wie der Name bereits vermuten lässt – vom KDE-Projekt abstammt.

Google Chrome Logo (modified)
Bildquelle: Google / cookstdu.wordpress.com

Wie Google in seinem Blog berichtet, soll die Javascript-Engine V8 in Chrome 10 auch bei komplexen Web-Applikationen um bis zu 66% schneller arbeiten.

„Wir haben festgestellt, dass für einen guten Browser nicht nur dessen Geschwindigkeit wichtig ist, sondern auch eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche“, schreibt der Chrome-Entwickler Tim Steele.

Die neu eingebaute Suchfunktion für Optionen erlaubt es den Benutzern, Browser-Einstellungen wie beispielsweise das Importieren von Lesezeichen (siehe Screenshot unten) oder das Ändern der Startseite ohne langes Suchen vorzunehmen.

Google Chrome 10 interface search (screenshot)

Diese Suchfunktion lässt sich aufrufen, indem man den Pfad chrome://settings/search in die URL-Leiste von Chrome 10 eintippt und dann die [ENTER]-Taste drückt (siehe auch YouTube-Video „).

Praktisch finde ich auch, dass die Benutzer-Optionen in Chrome 10 jetzt URL-ähnliche Pfade haben. Diese lassen sich ganz bequem verlinken und man braucht sich nicht mehr mühsam durch die Menüs zu klicken.

Ausserdem hat Google die Synchronisierungsfunktion „Sync“ in Chrome integriert. Mit Sync lassen sich die persönlichen Einstellungen (Lesezeichen, Erweiterungen, Themes) mit mehreren Rechnern synchronisieren. Besonders nützlich ist diese Funktion für Anwender, welche ihre Lesezeichen direkt im Browser speichern und oft von einem Computer zum anderen wechseln.

Die persönlichen Einstellungen in Sync lassen sich mit einem Passwort vor fremden Zugriffen schützen. Um Sync nutzen zu können, benötigt man ein Google-Konto und eine aktive Internetverbindung.

In der Windows-Version von Google Chrome 10 wurde das integrierte Flash-Plugin in einen abgesicherten Bereich, eine sogenannte „Sandbox“ verlegt, um den Browser zusätzlich vor Angriffen schadhafter Websiten zu schützen (siehe YouTube-Video von Google über „Sandboxing“ in Chrome).

Die neueste Version von Chrome kann auf der Seite von Google für alle gängigen Betriebssysteme (Linux, Mac, Windows) heruntergeladen werden.

Anwender, welche Chrome bereits installiert haben, können ihren Browser über die automatische Aktualisierungsfunktion von Google auf den neuesten Stand bringen lassen. Für Linux-Benutzer sollte die 10. Version von Chrome/Chromium bald über die jeweilige Paketquelle ihres Distributors zur Verfügung stehen.

Links:
Google Chrome 10 Announcement/Release Notes

5 thoughts on “Google veröffentlicht Chrome 10

  1. sync ist allerdings keine neue Funktion, sondern schon ewig in Chrome/Chromium vorhanden. Ich benutze das bei Chromium zumindest schon mehrere Monate.
    Neu ist allerdings, dass jetzt auch gespeicherte Passwörter synchronisiert und die Einstellungen passwortgeschützt werden können.

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  2. begin{Zitat}
    Ausserdem hat Google die Synchronisierungsfunktion “Sync” in Chrome integriert. Mit Sync lassen sich die persönlichen Einstellungen (Lesezeichen, Erweiterungen, Themes) mit mehreren Rechnern synchronisieren. Besonders nützlich ist diese Funktion für Anwender, welche ihre Lesezeichen direkt im Browser speichern und oft von einem Computer zum anderen wechseln.
    end{Zitat}

    is das wirklich neu in chrome, denn chromium hat das ja schon lange?

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