MATE holt das Gnome 2 in Ubuntu zurück

Ein Gastbeitrag von Gregor Atzbach von atzba.ch

Ich bin ja ein Freund des klassischen alten Ubuntu, so wie es früher vor Unity mal aussah. Heute habe ich einen neuen Linux-Desktop namens MATE entdeckt und eingerichtet.

ubuntu-mit-mate

Man installiert zuerst den MATE-Desktop.

Im Fall von Ubuntu 12.04, wenn du eine andere Version hast, musst du die Paketquelle entsprechend ändern.

sudo add-apt-repository 'deb http://packages.mate-desktop.org/repo/ubuntu precise main'

sudo apt-get update

sudo apt-get install mate-archive-keyring

sudo apt-get update

sudo apt-get install mate-core

sudo apt-get install mate-desktop-environment

Nach der Installation kann man sich abmelden und mit dem MATE Desktop einloggen. Vorsicht, das sieht extrem hässlich aus, deshalb machen wir mit den nächsten Schritten weiter.

sudo add-apt-repository ppa:noobslab/themes

sudo apt-get update

sudo apt-get install ambiance-dark

wget http://vkebab.tk/data/light-themes-mate-12.04-all.deb

sudo dpkg -i light-themes-mate-12.04-all.deb

So, nun können wir das Design auswählen. Wir klicken dazu mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen “Hintergund ändern”, im oberen Reiter wählen wir “Thema”.

Wir wählen das Thema: “Ambiance”, anschließend wechselt sich das Aussehen, allerdings mit noch einigen Schönheitsfehlern. Bei mir war die obere Leiste teilweise noch hell. Um diese Fehler zu korrigieren klicken wir auf die Schaltfläche “Anpassen” und wählen einige Sachen aus. Im Reiter “Fensterinhalt” sowie dem Reiter “Fensterrahmen” klicken wir auf “Ambiance-MATE”, bzw. “Ambiance-dark” Je nach Geschmack. Wenn die Symbole von Ubuntu noch nicht passen, kann man diese im Reiter “Symbole” auswählen.

Nun fehlen noch die Schriftarten. Bevor Canonical den bekloppten Unity Desktop herausgebracht hat, haben sie eine Schriftart namens “Ubuntu” in das System integriert. Wenn du gerade auf einem Ubuntu arbeitest hast du diese Schrift wahrscheinlich installiert, ansonsten kannst du sie dir hier herunterladen.

Nachdem man die Schrift installiert hat, stellen wir diese als Systemschriftart ein. Dafür klicken wir in den “Erscheinungsbild-Einstellungen” auf den oberen Reiter “Schriftarten”. Dort sind bereits Schriftarten ausgewählt, man ändert diese mit einem Klick auf die Schriftart. Die Einstellung unter der Spalte “Stil” merkt man sich am besten bevor man die Schriftart ändert, um sie anschließend wieder auszuwählen.

Wer jetzt noch die alten Standardhintergrundbilder haben möchte, findet hier eine ganz nette Übersicht darüber.

UPDATE:

Das Design von Ubuntu 9.10 kann man sich ebenfalls noch nachinstallieren

sudo apt-get install human-theme human-icon-theme

So, jetzt fühlt es sich wieder wie früher an. Das Tolle an MATE ist, daß dies noch weiterentwickelt wird und es dafür – im Gegensatz zur alten Gnome Version – noch Sicherheitsupdates gibt.

Artikel bei atzba.ch

11 thoughts on “MATE holt das Gnome 2 in Ubuntu zurück

  1. Danke, daß ich nicht der einzige bin, dem es so geht. Wobei ich da schon mehr feedback bekommen habe. Ist schon komisch, wie man sich da so schnell isoliert fühlt…

    ABER! Du bist nicht allein! Und ich auch nicht! 🙂 Alles wird gut! Lang lebe MATE!!!!!!

       0 likes

  2. Mate ist ganz schön bist jetzt, allerdings auch bisschen buggy. Es zickt manchmal noch etwas rum. Hab jetzt z.B. die Fensterbuttons wieder auf „links“ eingestellt, ohne grafisches Tool garnicht so einfach da mal was zu finden 😉

    Dennoch, wer auf ein reines Mate steht, der sollte nicht ein vorhandendes Ubuntu verwenden, sondern die Server-Version installieren.

    Mal schauen inwieweit sich Mate noch entwickelt, denn es unterscheidet sich doch schon vom alten Gnome 2, auch wenn es so aussieht. Einiges ist anders und läuft nicht rund. Dennoch: Danke 😀

       0 likes

  3. Ich hatte Mate schon einmal unter Fedora ausprobiert. Der ist per default wirklich extrem hässlich. Jedoch so, wie Du ihn eingrichtet hast, ist er recht hübsch. Allerdings ziehe ich auf dem Notebook Unity vor. Das liegt einfach daran, dass man mit dem Touchpad die Icons besser trifft und so überhaupt schneller arbeiten kann. Mit Mate -oder auch mit Cinnamon- ist die Auswahl aus den Menüs ziemliche Fummelei.
    Und nein, Unity ist nicht bekloppt. Unity ist schlau.

       0 likes

  4. Das GNOME2 nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt wird, ist nur zum Teil richtig und hängt stark von der verwendeten Distribution ab. Bei Red Hat / SLE kommt GNOME2 weiterhin zum Einsatz und wird voll supported.

    Bei Ubuntu hast du allerdings recht, da für 10.04 im April zumindest für den Desktop der Support ausläuft.

       0 likes

  5. Ach waren das noch Zeiten mit Gnome 2.x, ein Desktop mit dem man gut arbeiten konnte. 🙂
    Aus Verzweiflung wegen der Gnome Shell und Unity bin ich allerdings schon vor einiger Zeit bei Xubuntu gelandet, wie sicherlich nicht wenige andere auch.

       0 likes

  6. Dieses ganze Gefrickel kann man sich eigentlich sparen, wenn man zB Xubuntu nimmt, oder Debian oder eine andere Ubuntu/Debian-basierte Distro.
    Aber jeder so, wie er mag. 😉

       0 likes

  7. Mate wurde mal als Erstatz (Fork?!) für Gnome 2 geschaffen und liegt auch ursrpünglich Linux Mint bei. Unter Linux Mint läuft Mate nahezu perfekt… Aber wie Torsten schon sagt, wer sich mal mit Xubuntu auseinandersetzt, wird schnell merken, dass es zumindest vom Feeling her, fast das Gleiche ist 😉 Ich bin übrigens auch ein Verfechter von Gnome 2 🙂 Wer aber eher so in Richtung Mac-Design schwenken möchte, sollte sich mal das neue ElementaryOS (http://elementaryos.org/journal/luna-beta-1-released) ansehen. Der Downloadlink ist etwas weiter unten auf der Seite zu finden. Gibts bisher allerdings erst in der Beta 2, die aber auch schon beachtlich stabil und zuverlässig läuft! Viel Spaß

       0 likes

  8. Ohhh sorry, muss mich korrigieren… Die ElementaryOS liegt erst in der Beta 1 vor… aber trotzdem läuft sie bereits erstaunlich gut 😉 Übrigens einige verwenden sie bereits als Produktivsystem.

       0 likes

  9. Oder man installiert einfach das Paket „gnome-panel“ und wählt im Anmeldebildschirm „Ubuntu Classic“ aus. Das Gnome Panel wird im übrigen noch weiter entwickelt.

       0 likes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.