Luzerner Kantonsspital setzt auf proprietäre Software und wird selbst zum Patient

Das Kantonsspital Luzern beabsichtigt bei der „PC-Beschaffung 2011“ 500 Computer samt proprietären Betriebssystemlizenzen anzuschaffen. Dies berichtet das Luzerner Kantonsblatt in der Ausgabe 2010/45.

Ob der Steuerzahler oder das Spital selber für die Anschaffung der Microsoft-Lizenzen aufkommt, ist nicht bekannt.
Fest steht nur, dass wieder einmal mehrere zehntausend Franken von einem Schweizer Kanton an einen amerikanischen Monopolisten fliessen werden.

Irgendwie finde ich es beängstigend, dass selbst das Kantonsspital und damit auch indirekt dessen Patienten abhängig von einem einzigen Softwarekonzern aus den USA zu sein scheinen.

Gemäss der öffentlichen Ausschreibung zählt das Redmonder Betriebssystem Windows 7 zu den „Minimal-Kriterien“. Alternative Betriebssysteme werden anscheinend nicht berücksichtigt.

Es ist bedauerlich, dass man sich in der Abteilung Betrieb und Infrastruktur des Luzerner Kantonsspitals mit nichts anderem als Microsoft-Betriebssystemen zu beschäftigen weiss. Anscheinend ist es den gemütlichen IT-Verantwortlichen zu umständlich, sich mit etwas anderem als Windows auseinanderzusetzen.

Fortgeschrittener ist man bei den Krankenhäusern München Schabing (DE) und Nieuwegein (NL), bei denen sich der Einsatz von freier Software bereits bewährt hat.

Es gibt sie also – die Alternativen zu Windows!

Langfristig gesehen würde sich die Migration von Windows auf quelloffene Software finanziell in jedem Fall lohnen.

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