Sauber punktet in Kuala Lumpur

Das Sauber-Team hat sich mental von der Disqualifikation von Melbourne erholt und belegte beim Grand Prix von Malaysia in Kuala Lumpur mit dem Japaner Kamui Kobayashi den achten siebten Rang.

Kamui Kobayashi im Sauber C30.
Kamui Kobayashi im Sauber C30. Bildquelle: f1photos.org / flickr | Lizenz: CC-BY-NC-ND

Kobayashis Teamkollege, der Mexikaner Sergio Pérez, blieb in der 23. Runde nach einem Defekt stehen.

Als Sieger konnte sich erneut der Deutsche Sebastian Vettel (Red Bull Racing) feiern lassen. Und das obwohl bei den roten Bullen das Energierückgewinnungssystem „KERS“ während des Rennens immer wieder herumzickte.

Zweiter wurde Jenson Button im McLaren-Mercedes vor dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld im Renault. Heidfeld hatte einen ausgesprochen guten Start; er überholte bereits nach der ersten Kurve alle bis auf Sebastian Vettel.

Wieder nicht aufs Podest schaffte es Vettels australischer Stallgefährte Mark Webber (Red Bull), der sich mit dem vierten Platz zufrieden geben musste.

Die beiden Ferrari-Piloten Felipe Massa (BRA) und Fernando Alonso (ESP) landeten abgeschlagen auf den Rängen fünf und sechs.
Alonso hatte bei einem Überholversuch gegen den Briten Lewis Hamilton (McLaren) seinen Frontflügel beschädigt und musste einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen.

Hamilton wurde ursprünglich als Siebter gewertet, bekam jedoch von den Rennkommissaren nach dem Rennen genauso wie der Spanier eine 20 Sekunden-Strafe wegen des oben erwähnten Duells.

Während Alonso trotz der Strafe seinen sechsten Platz behalten konnte, verlor Hamilton den siebten Rang an Kamui Kobayashi und wurde nur Achter.

Für Kamui Kobayashi im Sauber war dieser Platzgewinn im Nachhinein nicht ganz unverdient, schliesslich zeigte der Japaner eine exzellente Show und lieferte sich praktisch während des ganzen Rennens schöne Duelle und Überholmanöver gegen Michael Schumacher und Mark Webber.

Hinter Hamilton kamen Michael Schumacher (Mercedes) und der Engländer Paul di Resta (Force India) ins Ziel. Keine Punkte gab es für die beiden Deutschen Adrian Sutil (Force India) und Nico Rosberg (Mercedes) sowie für die beiden Toro Rosso-Piloten Sebastian Buemi (SUI) und Jaime Alguersuari (ESP).

Buemi musste während des Rennens eine stop-and-go-Strafe verbüssen, weil der Schweizer in der Boxengasse zu schnell unterwegs war. Anscheinend hatte der Toro Rosso-Pilot bei der Boxeneinfahrt versehentlich den Speedlimiter wieder ausgeschaltet und bretterte mit 130 km/h durch die Box.

Der Russe Witali Petrow im Renault zeigte ein gutes Rennen; er befand sich zwar während des ganzen Rennens innerhalb der Punkteränge, schied jedoch gegen Rennende aus, nachdem sein Auto nach einem Ausflug ins Kiesbett und dem Überfahren der Randsteine spektakulär in die Luft abhob und in eine Werbetafel crashte.

Zum wiederholten Mal sind die Williams-Piloten Rubens Barrichello (BRA) und der Pastor Maldonado (VEN) ausgeschieden und damit punktelos geblieben.

Ebenfalls einen Doppelausfall zu beklagen hatte das Hispania Racing Team mit seinen Piloten Vitantonio Liuzzi (ITA) und Narain Karthikeyan (IND).

Alles in allem war es, meiner Meinung nach, ein sehr interessantes Rennen mit vielen Überholmanövern – nicht zuletzt dank der verstellbaren Heckflügelklappe und dem Energierückgewinnungssystem KERS.


Links
Formula1.com – Rennergebnis Grand Prix von Malaysia 2011

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