Mageia GNU/Linux 1.0 veröffentlicht

Im September des vergangenen Jahres hatte sich die Community der GNU/Linux-Distribution Mandriva abgespaltet und auf der Codebasis von Mandriva – jenseits des Distributor-Firma Mandriva S.A. – eine neue Distribution ins Leben gerufen. Das war die Geburtsstunde von Mageia.

Hinter Mageia steckt eine nicht gewinnorientierte Organisation, welche auf freiwillige Mitarbeit und Spenden angewiesen ist.

Kurz nach der Gründung startete die Gemeinschaft einen Wettbewerb, um das Logo für die neue Distribution zu finden. Als im Dezember der Gewinner des Logo-Wettbewerbs feststand, dauerte es nur noch zwei Monate, bis die erste Alpha-Testversion von Mageia 1.0 zum Download veröffentlicht wurde.

Mageia GNU/Linux Logo

Das Logo der neuen Distribution wurde vom Franzosen Olivier Faurax entworfen.

Anfangs April folgte die erste Beta-Testversion und nun haben die Entwickler die finale Version von Mageia 1 GNU/Linux freigegeben.

Mageia 1.0 steht in 167 Sprachen zur Verfügung und kann für 32-bit- und 64-bit-Architekturen in Form eines CD- oder DVD-Images heruntergeladen werden. Desweiteren gibt es 40 Megabyte grosse netboot CD-Images (32- und 64-bit) für die Netzwerkinstallation von Mageia.

Um Server-Ressourcen zu schonen, sollte man den Download via BitTorrent gegenüber dem FTP-Download vorziehen.

Mageia 1.0 GNU/Linux Screenshot

So sieht die erste fertige Version von Mageia 1.0 (KDE) aus. Bildquelle: mageia.org

In den Online-Repositories von Mageia sind derzeit 7389 Quellpakete und (2x) 14226 an binären Paketen vorhanden. Um euch eine kleine Übersicht zu verschaffen, habe ich hier einige Bestandteile von Mageia 1.0 kurz aufgelistet:

Kernel
Linux Kernel 2.6.38.7

Desktopumgebungen
KDE 4.6.3
Gnome 2.32
Xfce 4.8.1
LXDE

Büro-Anwendungen
LibreOffice 3.3.2.2
Abiword 2.8.6
Gnumeric 1.10.14
GnuCash 2.4.5

Grafik- und Bildbearbeitung
Gimp 2.6.11
Inkscape 0.48.1

Internet
Firefox 4.01
Chromium 11.0.696.65
Thunderbird 3.1.10
Pidgin 2.7.11

Fazit: Obwohl die Distribution noch in den Kinderschuhen steckt, macht sie bereits einen professionellen Eindruck. Da Mageia 1.0 bereits für den produktiven Einsatz geeignet ist, werde ich mir den Mandriva-“Nachfolger” in den nächsten Tagen einmal näher ansehen.

Mageia Projektseite
(mageia.org)
Mageia 1.0 Release Notes
Interessante Fakten über Mageia 1.0
Mageia 1.0 Linux Download
Spendenkampagne
An Mageia mitarbeiten

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6 Responses to Mageia GNU/Linux 1.0 veröffentlicht

  1. uniquolol says:

    Noch so ein Fork, den niemand wirklich braucht. Weniger wäre in Sachen Linux wirklich mehr…

       0 likes

  2. Schwabe says:

    @uniquolol
    nur weil du in deiner allwissenden vollkommenheit diese Distri nicht brauchst,
    solltest du dir nicht anmassen dieses für alle menschen zu beurteilen ;-)

    nutze weiterhin deinen M$-Krams (oder gehörst du gar zur kaste der ubuntu fanboys) und verschone die menschen mit deinen sinnentlehrten äusserungen.

    schönes leben noch

       0 likes

    • uniquolol says:

      “…schönes leben noch…”

      Danke! – Das war nur meine persönliche Meinung zu diesem Artikel.

      Einen derartigen Vierzeiler aus Unterstellungen, Beleidigungen und Vorverurteilungen bekomme ich natürlich nicht hin. Aber ich bin ja auch sinnentleert…

      Gruß

         0 likes

  3. Florian says:

    Hi Marco,
    aufgrund deines Artikels wollte ich mir Mageia mal anschauen und in eine VM (Virtualbox) installieren, leider bleibt der Installer immer hängen.

    Schade, denn ich hätte es mir wirklich gerne mal angeschaut.

       0 likes

    • Marco Peter says:

      Hi Florian,
      wieviele Megabyte Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher hast Du Mageia in der Virtualbox zugewiesen?
      Mir ist es auch schon passiert, dass die Installation in der Virtualbox hängen blieb, weil ich der virtuellen Maschine versehentlich zuwenig Speicher eingeräumt hatte.

      Hast Du es schon mit QEMU/KVM versucht? Vielleicht klappt es damit.

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  4. Schwabe says:

    Hi,
    wollte nur mal kurz was los werden ;-)
    Ich nutze Mageia nun seit 22Tagen (s.o.) so ungefähr 12h täglich –
    manchmal auch mehr – auf einem TP Z60m.

    Install verlief reibungslos, erkannt wurde alles was ich nutze.
    Abgesehen vom Ton der auf “Aus” war nach der Install.
    Übersetzungen sind, soweit ich bewusst darauf geachtet habe, alle oK.
    Fingerprint und wLan habe ich abgeklemmt bzw. ausgebaut weil ich es eh nicht nutze,
    Touchpad funzt auch, habe ich aber nach der Install gleich wieder im BIOS deaktiviert.
    -ist mMn bei einem ThinkPad ohnehin überflüssig…

    Ach.. fast vergessen:
    Nutze die LXDE Version.
    Eigentlich wollte ich die nur mal kurz testen – hat mir dann aber gefallen und deshalb bleibt sie erstmal auf diesem TP. drauf.

    @uniquolol
    in meinen besten Zeiten langte mir dazu ein Einzeiler ;-)

    Aber davon mal abgesehen:
    Hattest du dir zu dem Zeitpunkt als du deinen Post verfasstest die Distri überhaupt mal angesehen oder gar angetestet?

    Da haben viele Leute sehr viel Arbeit und Zeit investiert um das zu stemmen
    und du wischt diesen Aufwand mit einem Einzeiler weg,….

    Gruss
    Schwabe

       0 likes

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